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MITTWOCH, 19. JANUAR 2022, 19:30

KARTÄUSERKIRCHE DES WAISENHAUSES, THEODORSKIRCHPLATZ 7, BASEL

Musik von J. Haydn, W.A. Mozart, A. Heberle, Th. Fröhlich

 

«Anleitung Walzer oder Schleifer mit zwei Würfeln zu componiren, so viele man will, ohne etwas von der Musik oder Composition zu verstehen.» So bezeichnete Mozart sein Musikalisches Würfelspiel: ein gutes Beispiel der Freizeitbeschäftigung in den wohlhabenden Habsburger Kreisen. Adelige oder auch Bürger pflegten sich regelmässig zu privaten Anlässen zu treffen, während welchen sie musizierten, spielten, tanzten und vorlasen. Musiziert wurden auf diesen privaten Anlässen Lieder, Tanzstücke, bekannte Melodien aus den Opern und Balletten, sowie kleine Kammermusikstücke. Mit der Instrumentierung ging man im 18. Jahrhundert viel freier um, als wir es heute gewohnt sind: man benutzte Instrumente, die gerade zur Hand standen. So wäre es nicht ungewöhnlich auch für ein Stück von Mozart zur Blockflöte zu greifen; zudem genoss genau die Blockflöte sogar gegen Mitte des 19. Jahrhunderts in der Habsburgermonarchie eine grosse Beliebtheit, vor allem in der spätklassischen/romantischen Spazierstock-Form, auch Csakan genannt.

 

Ensemble Ad Fontes: Anne Simone Aeberhard (Blockflöten) - Mojca Gal (Violine) - Bruno Hurtado Gosalvez (Violoncello) - Sebastian Mattmüller (Bass) - Stefan Beltinger (Tafelklavier und Cembalo) - Christian Robardey und Marina Harrington (Tanz)

2G Zertifikat, Kollekte

Vergangene Konzerte:

Morgenland. Eine Entführung in den Serail. 

MITTWOCH, 17. NOVEMBER 2021, 19:30

KARTÄUSERKIRCHE DES WAISENHAUSES, THEODORSKIRCHPLATZ 7, BASEL

 

Programm:
Musik aus dem 17. Jahrhundert aus den Handschriften des Ali Ufkî
Osmanische Palastmusik sowie
Werke von H. Schmelzer, H.I.F. Biber, D. Buxtehude, B. Charaf


Musizierende
Anne Simone Aeberhard (Blockflöten) – Bruno Hurtado Gosalvez (Violone) – Mojca Gal (Violine) –
– Nacho Laguna (Theorbe) – Sebastian Mattmüller (Bass) - Bardia Charaf (Perkussion)

Gast aus Istanbul: Ruhi Ayangil (Kanun - türkische Zither)
 

Wer kennt nicht den Türkischen Marsch von Mozart und andere klassische Musik „alla turca“? Die Militärmusik des Sultans hat im Europa des 17. Jahrhunderts Angst und Schrecken verbreitet und in der europäischen Musik bleibende Spuren hinterlassen. Aber im Sultanspalast in Konstantinopel wurde in einer anderen Weise aufgespielt. Ali Ufkî (1610? – 1 675), hat nicht nur Musik seiner europäischen Zeitgenossen und osmanische Werke gesammelt, sondern auch über das Leben im Innern des Sultanpalasts geschrieben. Aus seiner Sammlung spielt Ruhi Ayangil aus Istanbul
auf seiner türkischen Zither, dem Kanun. Wir stellen ihm Musik von H.I.F. Biber, D. Buxtehude und J.H. Schmelzer gegenüber. Bardia Charaf hat für dieses Konzert ein türkisches Gedicht vertont, in dem die barocken Instrumente von Ad Fontes und das osmanische Kanun zusammen mit der Stimme einvernehmlich zum Klingen kommen. 

Abendkasse (Mindesteintritt 25.-). Reservationen auf Wunsch möglich auf info.histab@gmail.com.

Es gelten die aktuellen Massnahmen des Bundes und des Kantons Basel-Stadt (Covid-Zertifikat).

Nächtes Konzert: Habsburg. Ein musikalisches Würfelspiel.