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Nächste Konzerte

Polen. David's Harfe

Sonntag, 4. Februar 2024, 18:00, Kartäuserkiche Basel

Programm

Mikolaj Gomolka (1535 – 1591) : Melodiæ Ná Psalterz Polski (1580)

Adam Jarzebski (1590 – 1648 ?): Canzoni e concerti à 2,3, 4 strumenti (1627 ?)

Kaspar Forster j. (1616 – 1673): Sacrae cantiones à 3,4, & 5 vocum / Triosonate in G-dur

Marcin Mielczewski (1600? – 1651): Deus in nomine tuo, Concerto à 4

Ensemble Ad Fontes: Anne Simone Aeberhard (Blockflöten) – Mojca Gal (Violine) – Bruno Hurtado Gosalvez (Cello) – Leonardo Bortolotto (Gambe) - Stefan Beltinger (Orgel) – Charlotte Nachtsheim (Sopran, Harfe) - Sebastian Mattmüller (Bass)

Die Saison eröffnet mit polnischer Hofmusik aus dem 16. und 17. Jahrhundert, darunter die Melodiæ Ná Psalterz Polski (1580), eine Vertonung von Jan Kochanowskis 'Psalterz Dawidow'. Diese bedeutende Vokalmusiksammlung übersetzt Psalmen aus dem Alten Testament ins Polnische, jedoch in Form klassischer Dichtung.

Ein Jahrhundert später schuf Adam Jarzebski (1590 – 1648 ?) die erste umfangreiche Sammlung von Instrumentalmusik in Polen, einige mit spirituellem Inhalt, obwohl ohne begleitenden Text. Sein literarisches Werk "Gościniec, albo krótkie opisanie Warszawy" von 1643 bietet interessante Einblicke in Gewohnheiten und das musikalische Leben von Warschau.

Die polnische Musik zeigt eine Fusion von italienischen Einflüssen und regionalen Traditionen, was sich auch in den Werken von Marcin Mielczewski (1600? – 1651) widerspiegelt, der teilweise Volksmelodien, darunter die erste aufgezeichnete Mazurka, zitiert.

Barcarolla Veneziana

Mittwoch, 30. August 2023, 19:30, Kartäuserkiche Basel

Programm

Antonio Vivaldi (1678 – 1741): 

Sonate op. 1 und op. 2 (Auswahl), Sonata RV 86

 

Venetian Ballads Compos'd by Sig.r Hasse And all the Celebrated Italian Masters (John Walsh, London 1742) und andere Gondolier-Lieder

Ensemble Ad Fontes: Anne Simone Aeberhard (Blockflöten) – Mojca Gal (Violine) – Bruno Hurtado Gosalvez (Cello) – Thomas Leininger (Cembalo) – Niels Pfeffer (Barockgitarre, Mandoline) - Sebastian Mattmüller (Bass)

Barcarolla Veneziana’ verbindet Musik, die im 18. Jahrhundert eine grosse Popularität genoss: Kammermusikwerke von Antonio Vivaldi und Venezianische Barcarollen, Gondolier-Lieder. 

Bereit in der Mitte des 18. Jahrhunderts wurde Venedig bereits zu einer touristischen Attraktion. Die Abbildungen von Canaletto waren ein beliebtes Souvenir, aber auch die ‘Venezianische Musik’ wurde gedruckt und verbreitet. Charles Burney schreibt, dass Lieder der Gondolieri ‘so berühmt sind, dass jeder Musiksammler in Europa einen Vorrath davon haben muss’. So druckte John Walsh in London über 500 Venezianische Balladen oder Barcarollen (Barca rolla – Bootswalzen). Interessanterweise wurden die Kopien seiner Ausgaben in ganz Europa verteilt, mit Ausnahme von Venedig.  In Dictionnaire de Musique von J. J. Rousseau befindet sich folgende Eintragung:

« (Barcarolles): s. f. Art von Liedern in venezianischer Sprache, die von den Gondelfahrern gesungen werden. Obwohl die Airs der Barcarolles für das Volk gemacht sind & oft von den Gondolieri selbst komponiert werden, haben sie so viel Melodie & einen so angenehmen Akzent, dass es in ganz Italien keinen Musiker gibt, der sich nicht darauf versteift, sie zu kennen & sie zu singen. Der freie Eintritt, den die Gondolieri in allen Theatern haben, versetzt sie in die Lage, sich ohne Kosten das Ohr und den Geschmack zu bilden, so dass sie ihre Melodien komponieren und singen, /…/ "

Abendkasse: mind. 30.- Fr (Wunschpreis ab 30.-), mit KulturLegi ab 25.-,

Studenten (bis 30) 15.-, Status S freier EIntritt

Portugal. Verwebungen

Mittwoch, 3. Mai 2023, 19:30, Kartäuserkiche Basel

Programm: vokal-instrumentale Werke aus den Portugiesischen Cancionieri aus dem 15. und 16. Jahrhundert

Ensemble Ad Fontes: Anne Simone Aeberhard (Blockflöten) – Mojca Gal (Violine) – Filipa Meneses (Gambe und Konzept) – Mirko Arnone (Renaissancelaute, Gitarre) – Daniel Folquè (Countertenor) - Maria Bayley (Sopran, Harfe) - Sebastian Mattmüller (Bass) - Jedediah Allen (Perkussion, Bass)

 

Portugiesische Liederbücher, auch Cancioniero genannt, sind eine der wichtigsten Quellen für die weltliche Musik der Portuguesischen Renaissance. Durch den interkulturellen Austausch der Kolonialisierung fanden auch «exotische» Einflüsse der südamerikanischen Musik ihren Weg in die Cancionieri. Das Programm des Konzerts beleuchtet die reiche musikalische Tradition Portugals: die  volkstümlichen Melodien können als Ursprung Fados betrachtet werden.

 

Abendkasse: mind. 30.- Fr (Wunschpreis ab 30.-), mit KulturLegi ab 25.-,

Studenten (bis 30) 15.-, Status S freier EIntritt

Mit freundlicher Unterstützung von: Swisslos-Fonds Basel-Stadt, Sulger Stiftung, Schweizer Interpretenstiftung, Scherzo-Commodo-Stiftung, Willy und A. Hedwig Bachofen-Henn-Stiftung


Vergangene Konzerte

England. Zwielicht

Mittwoch, 8. März 2023, 19:30, Kartäuserkiche Basel

Programm: John Dowland (1563-1626): Lachrimae oder Seven tears, Songs

O. Messiaen, Texte von W. Wolf

Ensemble Ad Fontes: Anne Simone Aeberhard (Blockflöten) – Mojca Gal (Violine) – Bruno Hurtado Gosalvez (Violone) – Giovanna Baviera (Gambe, Sopran) – Sebastian Mattmüller (Bariton) – Elias Conrad (Laute) – Ludovic Van Hellemont (Ondes Martenot, Elektronik) - Berenike Heiter (Schauspiel)

 

"Zwielicht" steht im Zeichen des Ungreifbaren; des nebligen Zustandes zwischen Imagination und Wirklichkeit, der Verflechtung von Vergangenheit und Gegenwart und dem Gegensatz von Vergänglichkeit und Ewigkeit. Poetische und geist-reiche Texte werden von Berenike Heiter zu Leben erweckt und mit Improvisationen auf Elektronik ins Übersinnliche getragen. Neben den «Seven Tears»  von John Dowland erklingen kontemplative Lieder desselben Komponisten, u.a. auch „Flow my tears“.  

«Habsburg: Musikalisches Würfelspiel»

MITTWOCH, 1. März 2023, 17.30 Uhr

Konzertreihe Fermata Musica, Jesuitenkirche 60, 4500 Solothurn

Ensemble Ad Fontes: Anne Simone Aeberhard, Mojca Gal, Bruno Hurtado Gosalvez
Werke von J. Haydn (1732-1809), W. A. Mozart (1756-1791), W.F. Bach (1710 – 1784) und A. Ivanschiz (1727-1758)

Eintritt frei, Kollekte

Dynastie Bach

SONNTAG, 22. Januar 2023, 17 Uhr

KARTÄUSERKIRCHE DES WAISENHAUSES, THEODORSKIRCHPLATZ 7, BASEL

Programm

Johann Sebastian Bach (1685 – 1750): «Ich will den Kreuzstab gerne tragen», BWV 56

Wilhelm Friedemann Bach (1710 – 1784): Duett für zwei Flöten in e-moll, IWB 72

J. S. Bach: Orgeltriosonate in C-dur, BWV 529, in der Bearbeitung für Flöte, Violine und Continuo

Johann Christoph Bach (1642–1703:) Lamento „Ach, dass ich Wassers g’nug hätte“, IJB 1

Choräle von J.S. Bach

Ensemble Ad Fontes
 Simone Anne Aeberhard, Blockflöten - Mojca Gal, Barockvioline - Bruno Hurtado Gosalvez, Cello/Viola da Gamba - Sebastian Mattmüller, Bariton - Niels Pfeffer, Theorbe/Cembalo - Stefan Beltinger, Orgel - Leonardo Bortolotto, Viola da Gamba
 

Musikalische Seelen-Freude

MITTWOCH, 02. November 2022, 19:30

KARTÄUSERKIRCHE DES WAISENHAUSES, THEODORSKIRCHPLATZ 7, BASEL

Programm

Johann Philipp Krieger (1649 – 1725), Werke aus:

                Musikalischer Seelen-Friede: Geistliche Konzerte

                12 Suonate (1688) für zwei Violinen und Basso Continuo

                12 Suonate op. 2 (1693) für Violine, Viola da gamba und Basso Continuo

 

Ensemble Ad Fontes
 Simone Anne Aeberhard, Blockflöten - Mojca Gal, Barockvioline - Bruno Hurtado Gosalvez, Cello - Sebastian Mattmüller, Bariton - Cornelia Demmer, Theorbe - Stefan Beltinger, Orgel
 

Krieger galt als Wunderknabe und entwickelte sich später zu einem der bedeutendsten deutschen Komponisten seiner Zeit. Er studierte in Dänemark und Italien und wurde im Jahr 1675 mitsamt seinen Geschwistern in den Adelsstand erhoben, da  er Kaiser Leopold I. mit seinem Musizieren äusserst beeindruckt hatte. Aus seinem Buch, der am Hofe Neu-Augustusburg aufgeführten Werke, ist ersichtlich, dass er ein beeindruckendes Opus von 2500 Kantaten, Opern und Instrumentalwerken komponierte. Die meisten derer sind leider verschollen, doch die kleine Anzahl der erhaltenen  Kompositionen zeigt die Brillanz des vergessenen Meisters. 


London. Consort goes Wilde
 

MITTWOCH, 31. AUGUST 2022, 19:30

KARTÄUSERKIRCHE DES WAISENHAUSES, THEODORSKIRCHPLATZ 7, BASEL

Programm

Englische Consortmusik und Volkslieder mit Texten von Oscar Wilde 

 

Ensemble Ad Fontes
 Simone Anne Aeberhard, Blockflöten - Mojca Gal, Barockvioline - Bruno Hurtado Gosalvez und Leonardo Bortolotto, Gamben - Charlotte Nachtsheim, Sopran und Harfe, Gerrit Berenike Heiter, Schauspiel
 

„Musik ist die vollkommenste Kunstform: Sie enthüllt nie ihr letztes Geheimnis.“ Oscar Wilde
 

Im Programm „London - Consort goes Wilde“ verbindet das Ensemble Ad Fontes Consortmusik des 17. Jahrhunderts (Henry Purcell und Matthew Locke) mit Arrangements von englischen Volksliedern, die um die Jahrhundertwende (19./20. Jahrhundert) von Musiksammlern, wie u.a. Cecil, während Streifzügen durch Südengland zusammengetragen wurden. Durchmischt mit aus derselben Zeit stammenden Texten des schillernden Poeten Oscar Wildes, interpretiert von Berenike Heiter, darf sich das Publikum auf ein stimmungsvolles Konzerterlebnis freuen, bei dem Humor, Melancholie und Subtilität Hand in Hand gehen. 
 

 

Italien. Pegaso

  • SAMSTAG, 02.04.2022 UM 18:30, ALTER STADTHAUSSAAL, MARKTGASSE 52, 8400 WINTERTHUR (im Rahmen von MUSICA ANTIGUA WINTERTHUR)

  • MITTWOCH, 04. MAI 2022, 19:30

KARTÄUSERKIRCHE DES WAISENHAUSES, THEODORSKIRCHPLATZ 7, BASEL

Programm

Motetten, Canzonetten und Instrumentalmusik von Tarquinio Merula und Claudio Monteverdi

 

Ensemble Lamaraviglia & Ensemble Ad Fontes

Jessica Jans, Sopran - Stephanie Boller, Mezzosopran - Ivo Haun, Tenor - Jedediah Allen, Bass - Mojca Gal, Barockvioline - Simone Anne Aeberhard, Blockflöten - Filipa Meneses/Bruno Hurtado Gosalvez, Violone - Ziv Braha, Theorbe

Weshalb Tarquinio Merula (1595 – 1665) seiner 1640 erschienen Sammlung mit Psalmen und Motetten den Namen „Pegaso“ gab, ist nicht überliefert. Sie befand sich im Besitz des Musikkollegiums Winterthur, wie der Repertoirelist im Wappenbuch (1600) zu entnehmen ist. Darüber, wie diese Sammlung in den Besitz des Musikkollegiums Winterthur kam, können wir nur rätseln. 

 

Tarquinio Merula war in Lodi, Bergamo, Warsaw und schliesslich am Dom von Cremona angestellt. Cremona gehörte bereits zu seiner Zeit zu den bedeutenden Zentren des Streichinstrumentenbaus, was eine grosse Nachfrage nach Instrumentalmusik bei lokalen Patriziern und Adel auslöste – anders als z. B. in Venedig, wo die Vokalmusik als wichtiges Musikgenre den ersten Platz hielt. Merula hinterliess aus diesem Grund eine hohe Anzahl an mehrstimmigen Instrumentalwerken, sowie Madrigalen mit Instrumentalbegleitung.

 

Claudio Monteverdi (1567 - 1543) war hingegen in Cremona geboren und arbeitete später in Mantua und in Venedig. Monteverdi gehörte dem Kreis der revolutionären Komponisten, die von prima in seconda prattica führten: von einem strengeren kontrapunktischem Kompositionsstil ins Text-beschreibende ‘recitar cantando’.

 

Wie es klingt, wenn das Himmelspferd Pegasus seine Flügel ausbreitet, zeigen die Ensembles Ad Fontes und Lamaraviglia in diesem abwechslungsreichen Konzertprogramm. Neben Psalmen und Motetten erklingen Madrigale und instrumentale Werke Merulas, sowie Scherzi musicali und Canzonetten von Claudio Monteverdi, Merulas berühmten Zeitgenossen.

Für die freundliche Unterstützung dieses Konzertes danken wir insbesondere:

Swisslos-Fonds Basel-Stadt

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Vergangene Konzerte:

O wouldst thou know what sacred charms. Musikalische Zeitreise mit dem Grafen von St. Germain.

  • SAMSTAG, 26.02.2022 UM 18:30, ALTER STADTHAUSSAAL, MARKTGASSE 52, 8400 WINTERTHUR (im Rahmen von MUSICA ANTIGUA WINTERTHUR)

  • MITTWOCH, 02. MÄRZ 2022, 19:30

KARTÄUSERKIRCHE DES WAISENHAUSES, THEODORSKIRCHPLATZ 7, BASEL

Programm

Graf von St. Germain:

  • Sonata I in F-Dur (aus: Six Sonatas for Two Violins with a Bass, London 1750)

  • The Maid That's Made For Love and Me (O Wouldst Thou Know What Sacred Charms), op. 4

  • Sonata II in c-Moll (Aus: Seven Solos for a Violin, London 1758)

G.F. Händel (1685 – 1759): Spande ancor a mio dispetto, Cantata per basso, archi e basso continuo, HWV 165

 

Ensemble Ad Fontes

Anne Simone Aeberhard (Blockflöten) - Mojca Gal (Violine) - Bruno Hurtado Gosalvez (Violoncello) - Sebastian Mattmüller (Bass) - Thomas Leininger (Cembalo)

Bereits zu den Lebzeiten des Grafen von St. Germain kursierten Gerüchte über seine Fähigkeiten als Alchemist und Zeitreisender, die schliesslich zu Legenden wurden. So nannte ihn Voltaire ‘The Wonderman’ und bezeichnete ihn als ‘Den Mann der nie stirbt, und alles weisst’, und Casanova beschribt ihn folgendermassen:

„Er gab sich in jeder Hinsicht als Wunderknabe. Er wollte verblüffen und verblüffte auch tatsächlich. Er hatte eine entschiedene Art zu sprechen, die jedoch nicht missfiel, denn er war gelehrt, sprach fließend alle Sprachen, war sehr musikalisch, ein großer Kenner der Chemie, besaß angenehme Züge und verstand es, sich bei allen Frauen beliebt zu machen.“

Dass der Graf ein hervorragender Geigenvirtuose und Komponist war, ist heute wenig bekannt. Zu seinen Lebenszeiten wurden seine Kompositionen und sein Virtuosentum geschätzt (‘He was too great a musician not to have been famous if he had not been a gentleman'). Ganz besonders wurde er für seinen süssen, vollen Geigenklang und seine theatralische Performance gepriesen:

Der Graf von St. Germain verweilte zur selben Zeit wie G.F. Händel in London. Händel’s bevorzugte Sängerin, die Primadonna Farsi, gab in der Londoner Oper regelmässig Arien oder Lieder von St. Germain als Zugaben. So wird das Programm einerseits mit Liedern von St. Germain und andererseits einer Kantate von G.F. Händel ergänzt: um den Abend in dem theatralisch-operatischen Italienischen Stil abzurunden.

HABSBURG. EIN MUSIKALISCHES WÜRFELSPIEL

Musik von J. Haydn, W.A. Mozart, A. Heberle, Th. Fröhlich

 

«Anleitung Walzer oder Schleifer mit zwei Würfeln zu componiren, so viele man will, ohne etwas von der Musik oder Composition zu verstehen.» So bezeichnete Mozart sein Musikalisches Würfelspiel: ein gutes Beispiel der Freizeitbeschäftigung in den wohlhabenden Habsburger Kreisen. Adelige oder auch Bürger pflegten sich regelmässig zu privaten Anlässen zu treffen, während welchen sie musizierten, spielten, tanzten und vorlasen. Musiziert wurden auf diesen privaten Anlässen Lieder, Tanzstücke, bekannte Melodien aus den Opern und Balletten, sowie kleine Kammermusikstücke. Mit der Instrumentierung ging man im 18. Jahrhundert viel freier um, als wir es heute gewohnt sind: man benutzte Instrumente, die gerade zur Hand standen. So wäre es nicht ungewöhnlich auch für ein Stück von Mozart zur Blockflöte zu greifen; zudem genoss genau die Blockflöte sogar gegen Mitte des 19. Jahrhunderts in der Habsburgermonarchie eine grosse Beliebtheit, vor allem in der spätklassischen/romantischen Spazierstock-Form, auch Csakan genannt.

 

Ensemble Ad Fontes: Anne Simone Aeberhard (Blockflöten) - Mojca Gal (Violine) - Bruno Hurtado Gosalvez (Violoncello) - Sebastian Mattmüller (Bass) - Stefan Beltinger (Tafelklavier und Cembalo) - Christian Robardey und Marina Harrington (Tanz)

MORGENLAND. EINE ENTFÜHRUNG IN DEN SERAIL.

https://www.youtube.com/watch?v=6YLQ8uHswf0 

Programm:
Musik aus dem 17. Jahrhundert aus den Handschriften des Ali Ufkî
Osmanische Palastmusik sowie
Werke von H. Schmelzer, H.I.F. Biber, D. Buxtehude, B. Charaf


Musizierende
Anne Simone Aeberhard (Blockflöten) – Bruno Hurtado Gosalvez (Violone) – Mojca Gal (Violine) –
– Nacho Laguna (Theorbe) – Sebastian Mattmüller (Bass) - Bardia Charaf (Perkussion)

Gast aus Istanbul: Ruhi Ayangil (Kanun - türkische Zither)
 

Wer kennt nicht den Türkischen Marsch von Mozart und andere klassische Musik „alla turca“? Die Militärmusik des Sultans hat im Europa des 17. Jahrhunderts Angst und Schrecken verbreitet und in der europäischen Musik bleibende Spuren hinterlassen. Aber im Sultanspalast in Konstantinopel wurde in einer anderen Weise aufgespielt. Ali Ufkî (1610? – 1 675), hat nicht nur Musik seiner europäischen Zeitgenossen und osmanische Werke gesammelt, sondern auch über das Leben im Innern des Sultanpalasts geschrieben. Aus seiner Sammlung spielt Ruhi Ayangil aus Istanbul
auf seiner türkischen Zither, dem Kanun. Wir stellen ihm Musik von H.I.F. Biber, D. Buxtehude und J.H. Schmelzer gegenüber. Bardia Charaf hat für dieses Konzert ein türkisches Gedicht vertont, in dem die barocken Instrumente von Ad Fontes und das osmanische Kanun zusammen mit der Stimme einvernehmlich zum Klingen kommen. 

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