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Nächtes Konzert

Dynastie Bach
 

SONNTAG, 22. Januar 2023, 17 Uhr

KARTÄUSERKIRCHE DES WAISENHAUSES, THEODORSKIRCHPLATZ 7, BASEL

Programm

Johann Sebastian Bach (1685 – 1750): «Ich will den Kreuzstab gerne tragen», BWV 56

Wilhelm Friedemann Bach (1710 – 1784): Duett für zwei Flöten in e-moll, IWB 72

J. S. Bach: Orgeltriosonate in C-dur, BWV 529, in der Bearbeitung für Flöte, Violine und Continuo

Johann Christoph Bach (1642–1703:) Lamento „Ach, dass ich Wassers g’nug hätte“, IJB 1

Choräle von J.S. Bach

Ensemble Ad Fontes
 Simone Anne Aeberhard, Blockflöten - Mojca Gal, Barockvioline - Bruno Hurtado Gosalvez, Cello/Viola da Gamba - Sebastian Mattmüller, Bariton - Niels Pfeffer, Theorbe/Cembalo - Stefan Beltinger, Orgel - Leonardo Bortolotto, Viola da Gamba



Vergangene Konzerte

Musikalische Seelen-Freude

MITTWOCH, 02. November 2022, 19:30

KARTÄUSERKIRCHE DES WAISENHAUSES, THEODORSKIRCHPLATZ 7, BASEL

Programm

Johann Philipp Krieger (1649 – 1725), Werke aus:

                Musikalischer Seelen-Friede: Geistliche Konzerte

                12 Suonate (1688) für zwei Violinen und Basso Continuo

                12 Suonate op. 2 (1693) für Violine, Viola da gamba und Basso Continuo

 

Ensemble Ad Fontes
 Simone Anne Aeberhard, Blockflöten - Mojca Gal, Barockvioline - Bruno Hurtado Gosalvez, Cello - Sebastian Mattmüller, Bariton - Cornelia Demmer, Theorbe - Stefan Beltinger, Orgel
 

Krieger galt als Wunderknabe und entwickelte sich später zu einem der bedeutendsten deutschen Komponisten seiner Zeit. Er studierte in Dänemark und Italien und wurde im Jahr 1675 mitsamt seinen Geschwistern in den Adelsstand erhoben, da  er Kaiser Leopold I. mit seinem Musizieren äusserst beeindruckt hatte. Aus seinem Buch, der am Hofe Neu-Augustusburg aufgeführten Werke, ist ersichtlich, dass er ein beeindruckendes Opus von 2500 Kantaten, Opern und Instrumentalwerken komponierte. Die meisten derer sind leider verschollen, doch die kleine Anzahl der erhaltenen  Kompositionen zeigt die Brillanz des vergessenen Meisters. 


London. Consort goes Wilde
 

MITTWOCH, 31. AUGUST 2022, 19:30

KARTÄUSERKIRCHE DES WAISENHAUSES, THEODORSKIRCHPLATZ 7, BASEL

Programm

Englische Consortmusik und Volkslieder mit Texten von Oscar Wilde 

 

Ensemble Ad Fontes
 Simone Anne Aeberhard, Blockflöten - Mojca Gal, Barockvioline - Bruno Hurtado Gosalvez und Leonardo Bortolotto, Gamben - Charlotte Nachtsheim, Sopran und Harfe, Gerrit Berenike Heiter, Schauspiel
 

„Musik ist die vollkommenste Kunstform: Sie enthüllt nie ihr letztes Geheimnis.“ Oscar Wilde
 

Im Programm „London - Consort goes Wilde“ verbindet das Ensemble Ad Fontes Consortmusik des 17. Jahrhunderts (Henry Purcell und Matthew Locke) mit Arrangements von englischen Volksliedern, die um die Jahrhundertwende (19./20. Jahrhundert) von Musiksammlern, wie u.a. Cecil, während Streifzügen durch Südengland zusammengetragen wurden. Durchmischt mit aus derselben Zeit stammenden Texten des schillernden Poeten Oscar Wildes, interpretiert von Berenike Heiter, darf sich das Publikum auf ein stimmungsvolles Konzerterlebnis freuen, bei dem Humor, Melancholie und Subtilität Hand in Hand gehen. 
 

 

Italien. Pegaso

  • SAMSTAG, 02.04.2022 UM 18:30, ALTER STADTHAUSSAAL, MARKTGASSE 52, 8400 WINTERTHUR (im Rahmen von MUSICA ANTIGUA WINTERTHUR)

  • MITTWOCH, 04. MAI 2022, 19:30

KARTÄUSERKIRCHE DES WAISENHAUSES, THEODORSKIRCHPLATZ 7, BASEL

Programm

Motetten, Canzonetten und Instrumentalmusik von Tarquinio Merula und Claudio Monteverdi

 

Ensemble Lamaraviglia & Ensemble Ad Fontes

Jessica Jans, Sopran - Stephanie Boller, Mezzosopran - Ivo Haun, Tenor - Jedediah Allen, Bass - Mojca Gal, Barockvioline - Simone Anne Aeberhard, Blockflöten - Filipa Meneses/Bruno Hurtado Gosalvez, Violone - Ziv Braha, Theorbe

Weshalb Tarquinio Merula (1595 – 1665) seiner 1640 erschienen Sammlung mit Psalmen und Motetten den Namen „Pegaso“ gab, ist nicht überliefert. Sie befand sich im Besitz des Musikkollegiums Winterthur, wie der Repertoirelist im Wappenbuch (1600) zu entnehmen ist. Darüber, wie diese Sammlung in den Besitz des Musikkollegiums Winterthur kam, können wir nur rätseln. 

 

Tarquinio Merula war in Lodi, Bergamo, Warsaw und schliesslich am Dom von Cremona angestellt. Cremona gehörte bereits zu seiner Zeit zu den bedeutenden Zentren des Streichinstrumentenbaus, was eine grosse Nachfrage nach Instrumentalmusik bei lokalen Patriziern und Adel auslöste – anders als z. B. in Venedig, wo die Vokalmusik als wichtiges Musikgenre den ersten Platz hielt. Merula hinterliess aus diesem Grund eine hohe Anzahl an mehrstimmigen Instrumentalwerken, sowie Madrigalen mit Instrumentalbegleitung.

 

Claudio Monteverdi (1567 - 1543) war hingegen in Cremona geboren und arbeitete später in Mantua und in Venedig. Monteverdi gehörte dem Kreis der revolutionären Komponisten, die von prima in seconda prattica führten: von einem strengeren kontrapunktischem Kompositionsstil ins Text-beschreibende ‘recitar cantando’.

 

Wie es klingt, wenn das Himmelspferd Pegasus seine Flügel ausbreitet, zeigen die Ensembles Ad Fontes und Lamaraviglia in diesem abwechslungsreichen Konzertprogramm. Neben Psalmen und Motetten erklingen Madrigale und instrumentale Werke Merulas, sowie Scherzi musicali und Canzonetten von Claudio Monteverdi, Merulas berühmten Zeitgenossen.

Für die freundliche Unterstützung dieses Konzertes danken wir insbesondere:

Swisslos-Fonds Basel-Stadt

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Vergangene Konzerte:

O wouldst thou know what sacred charms. Musikalische Zeitreise mit dem Grafen von St. Germain.

  • SAMSTAG, 26.02.2022 UM 18:30, ALTER STADTHAUSSAAL, MARKTGASSE 52, 8400 WINTERTHUR (im Rahmen von MUSICA ANTIGUA WINTERTHUR)

  • MITTWOCH, 02. MÄRZ 2022, 19:30

KARTÄUSERKIRCHE DES WAISENHAUSES, THEODORSKIRCHPLATZ 7, BASEL

Programm

Graf von St. Germain:

  • Sonata I in F-Dur (aus: Six Sonatas for Two Violins with a Bass, London 1750)

  • The Maid That's Made For Love and Me (O Wouldst Thou Know What Sacred Charms), op. 4

  • Sonata II in c-Moll (Aus: Seven Solos for a Violin, London 1758)

G.F. Händel (1685 – 1759): Spande ancor a mio dispetto, Cantata per basso, archi e basso continuo, HWV 165

 

Ensemble Ad Fontes

Anne Simone Aeberhard (Blockflöten) - Mojca Gal (Violine) - Bruno Hurtado Gosalvez (Violoncello) - Sebastian Mattmüller (Bass) - Thomas Leininger (Cembalo)

Bereits zu den Lebzeiten des Grafen von St. Germain kursierten Gerüchte über seine Fähigkeiten als Alchemist und Zeitreisender, die schliesslich zu Legenden wurden. So nannte ihn Voltaire ‘The Wonderman’ und bezeichnete ihn als ‘Den Mann der nie stirbt, und alles weisst’, und Casanova beschribt ihn folgendermassen:

„Er gab sich in jeder Hinsicht als Wunderknabe. Er wollte verblüffen und verblüffte auch tatsächlich. Er hatte eine entschiedene Art zu sprechen, die jedoch nicht missfiel, denn er war gelehrt, sprach fließend alle Sprachen, war sehr musikalisch, ein großer Kenner der Chemie, besaß angenehme Züge und verstand es, sich bei allen Frauen beliebt zu machen.“

Dass der Graf ein hervorragender Geigenvirtuose und Komponist war, ist heute wenig bekannt. Zu seinen Lebenszeiten wurden seine Kompositionen und sein Virtuosentum geschätzt (‘He was too great a musician not to have been famous if he had not been a gentleman'). Ganz besonders wurde er für seinen süssen, vollen Geigenklang und seine theatralische Performance gepriesen:

Der Graf von St. Germain verweilte zur selben Zeit wie G.F. Händel in London. Händel’s bevorzugte Sängerin, die Primadonna Farsi, gab in der Londoner Oper regelmässig Arien oder Lieder von St. Germain als Zugaben. So wird das Programm einerseits mit Liedern von St. Germain und andererseits einer Kantate von G.F. Händel ergänzt: um den Abend in dem theatralisch-operatischen Italienischen Stil abzurunden.

HABSBURG. EIN MUSIKALISCHES WÜRFELSPIEL

Musik von J. Haydn, W.A. Mozart, A. Heberle, Th. Fröhlich

 

«Anleitung Walzer oder Schleifer mit zwei Würfeln zu componiren, so viele man will, ohne etwas von der Musik oder Composition zu verstehen.» So bezeichnete Mozart sein Musikalisches Würfelspiel: ein gutes Beispiel der Freizeitbeschäftigung in den wohlhabenden Habsburger Kreisen. Adelige oder auch Bürger pflegten sich regelmässig zu privaten Anlässen zu treffen, während welchen sie musizierten, spielten, tanzten und vorlasen. Musiziert wurden auf diesen privaten Anlässen Lieder, Tanzstücke, bekannte Melodien aus den Opern und Balletten, sowie kleine Kammermusikstücke. Mit der Instrumentierung ging man im 18. Jahrhundert viel freier um, als wir es heute gewohnt sind: man benutzte Instrumente, die gerade zur Hand standen. So wäre es nicht ungewöhnlich auch für ein Stück von Mozart zur Blockflöte zu greifen; zudem genoss genau die Blockflöte sogar gegen Mitte des 19. Jahrhunderts in der Habsburgermonarchie eine grosse Beliebtheit, vor allem in der spätklassischen/romantischen Spazierstock-Form, auch Csakan genannt.

 

Ensemble Ad Fontes: Anne Simone Aeberhard (Blockflöten) - Mojca Gal (Violine) - Bruno Hurtado Gosalvez (Violoncello) - Sebastian Mattmüller (Bass) - Stefan Beltinger (Tafelklavier und Cembalo) - Christian Robardey und Marina Harrington (Tanz)

MORGENLAND. EINE ENTFÜHRUNG IN DEN SERAIL.

https://www.youtube.com/watch?v=6YLQ8uHswf0 

Programm:
Musik aus dem 17. Jahrhundert aus den Handschriften des Ali Ufkî
Osmanische Palastmusik sowie
Werke von H. Schmelzer, H.I.F. Biber, D. Buxtehude, B. Charaf


Musizierende
Anne Simone Aeberhard (Blockflöten) – Bruno Hurtado Gosalvez (Violone) – Mojca Gal (Violine) –
– Nacho Laguna (Theorbe) – Sebastian Mattmüller (Bass) - Bardia Charaf (Perkussion)

Gast aus Istanbul: Ruhi Ayangil (Kanun - türkische Zither)
 

Wer kennt nicht den Türkischen Marsch von Mozart und andere klassische Musik „alla turca“? Die Militärmusik des Sultans hat im Europa des 17. Jahrhunderts Angst und Schrecken verbreitet und in der europäischen Musik bleibende Spuren hinterlassen. Aber im Sultanspalast in Konstantinopel wurde in einer anderen Weise aufgespielt. Ali Ufkî (1610? – 1 675), hat nicht nur Musik seiner europäischen Zeitgenossen und osmanische Werke gesammelt, sondern auch über das Leben im Innern des Sultanpalasts geschrieben. Aus seiner Sammlung spielt Ruhi Ayangil aus Istanbul
auf seiner türkischen Zither, dem Kanun. Wir stellen ihm Musik von H.I.F. Biber, D. Buxtehude und J.H. Schmelzer gegenüber. Bardia Charaf hat für dieses Konzert ein türkisches Gedicht vertont, in dem die barocken Instrumente von Ad Fontes und das osmanische Kanun zusammen mit der Stimme einvernehmlich zum Klingen kommen.